Biketouring: die nächste TOur steht vor der tür
Ursprungsidee
Wir wollen ca zehn Tage über Ostern unterwegs sein – und es zieht uns wieder nach Slowenien. Ein Land, das wir inzwischen ziemlich gut kennen und jedes Mal aufs Neue lieben: diese Herzlichkeit der Menschen, diese unglaubliche Natur.
Unsere erste große Tour dorthin haben wir damals noch mit der Kleinen gemacht – 2023 war das. Einmal quer durch Slowenien bis nach Zagreb. Und das letzte Mal? Da war unser Babyboy noch im Bauch. Wir haben eine herrliche Woche in der Nähe von Mozirje verbracht, im September 2024. Uff das war schön… Diese ruhigen Tage auf dem kleinen Waldcampingplatz – so gemütlich, so entschleunigt. Ganz ehrlich: So wird es diesmal vermutlich nicht. Aber genau das gehört ja auch dazu.
Der ursprüngliche Plan war, entlang der Soča zu fahren. Also Richtung Süden, in die Gegend von Nova Gorica, und dann einfach weitersehen, wohin es uns zieht. Praktisch ist auf jeden Fall die gute Anbindung: Von Udine oder Ljubljana kommen wir jederzeit mit dem Zug wieder weg. Ich liebäugle ein bisschen mit der Höhlenburg Predjama. Mal schauen ob wir es diesmal dorthin schaffen.
Aktuelle lage: Minus grade, Schnee und Regen
Start ist für Samstag, den 28. März geplant. Und ganz ehrlich – warum ist Ostern dieses Jahr eigentlich so früh? Die Wettervorhersage macht es uns jedenfalls nicht leicht: Schnee, Regen. Ab Samstag soll es zwar wieder wärmer werden jedoch mit Minusgraden in der Nacht.
Eigentlich wollten wir über den Vršič-Pass. Über 1600 Höhenmeter, teilweise Kopfsteinpflaster – ich fürchte, das ist unter diesen Bedingungen keine besonders gute Idee. Damit rückt auch die Durchquerung des Triglav-Nationalparks erstmal in die Ferne. Oder vielleicht doch nicht?
Fix ist: Der Zug bringt uns nach Villach. Von dort aus entscheiden wir spontan, ob wir gleich weiterfahren oder noch bleiben. Es gibt nämlich eine Warmshowers-Familie, die uns ihren Garten anbietet – und wenn das Wetter richtig ungemütlich wird, sogar einen Platz im Wohnzimmer für unsere Matten.
Von Villach geht’s dann weiter über Arnoldstein nach Tarvisio in Italien. Diese Strecke kennen wir schon – und sie ist jedes Mal wieder wunderschön. Kein Wunder, schließlich sind wir dort auf dem Alpe-Adria-Radweg unterwegs.
Unsere möglichen Routen – irgendwas zwischen gemütlich und ziemlich wild
Variante 1
Ab Tarvisio einfach weiter auf dem Alpe-Adria-Radweg bleiben – Richtung Udine oder sogar bis nach Grado ans Meer. Bedeutet: diesmal kein Slowenien. Ein bisschen schade vielleicht, aber langweilig wäre es trotzdem nicht. Die Temperaturen sind niedrig, in höheren Lagen liegt noch Schnee.
Variante 2
Oder wir biegen in Tarvisio doch nach Slowenien ab: über Kranjska Gora weiter Richtung Bled und dann über einen anderen Pass hinunter zur Soča. Einiges mehr Höhenmetern, mehr Anstrengung, mehr „Was machen wir hier eigentlich?“ – aber genau das macht es ja auch reizvoll.
Variante 3
Die entspanntere Mischung: gemütlich dem Alpe-Adria-Radweg bis nach Udine folgen, dann rüber nach Slowenien, dort ein bisschen treiben lassen, genießen… und schließlich ab Udine wieder mit dem Zug nach Hause. Weniger Druck, mehr Flow.
Variante 4
Oder wir ziehen es einfach durch wie ursprünglich geplant und nehmen den Vršič-Pass. Weil wir es können. Oder weil wir es zumindest versuchen wollen. Ein bisschen Wahnsinn gehört schließlich dazu.
Variante 5
Und dann gibt es natürlich noch die wahrscheinlichste Variante: alles kommt ganz anders.
Was würdest du machen?